Grundsteuer für Grundstück in Landschaftsschutzgebiet

Ein Gartengrundstück in einem Landschaftsschutzgebiet kann bei der Grundsteuer nicht einfach mit dem Bodenrichtwert für baureifes Land angesetzt werden.

Für ein Grund­stück in einem Land­schafts­schutz­ge­biet kann für Grund­steu­er­zwe­cke nicht ein­fach der Boden­richt­wert für bau­rei­fes Land her­an­ge­zo­gen wer­den. In einem Ver­fah­ren über die Aus­set­zung der Voll­zie­hung eines Grund­steu­er­wert­be­scheids hat das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf dem Steu­er­zah­ler in die­sem Punkt Recht gege­ben. Das Finanz­amt woll­te die Grund­steu­er auf der Grund­la­ge eines Boden­richt­werts von 650 Euro/m² für bau­rei­fes Land fest­set­zen.

Dage­gen wand­te der Eigen­tü­mer ein, dass es sich um ein unbe­bau­ba­res Grund­stück han­de­le, das als Gar­ten­flä­che genutzt wird. Der Boden­richt­wert für ver­gleich­ba­re land­wirt­schaft­li­che Flä­chen betra­ge ledig­lich 3,50 Euro/m². Die erheb­li­che Dis­kre­panz zwi­schen den bei­den Ein­schät­zun­gen hat das Gericht im Wesent­li­chen zuguns­ten des Steu­er­zah­lers ent­schie­den und auf der Grund­la­ge von Fach­li­te­ra­tur, die die Bewer­tung sol­cher Flä­chen mit dem zwei- bis vier­fa­chen Betrag des Werts rei­ner land- und forst­wirt­schaft­li­cher Flä­chen taxie­ren, einen Wert von 10,50 Euro/m² ange­setzt.