Bundesrat winkt zahlreiche Gesetze durch

Neben dem Steueränderungsgesetz 2025 und dem Aktivrentengesetz hat der Bundesrat den Weg für verschiedene weitere steuerliche Änderungsgesetze und Verordnungen frei gemacht.

In sei­ner letz­ten Sit­zung für 2025 hat der Bun­des­rat grü­nes Licht für eine gro­ße Zahl von Geset­zen und Ver­ord­nun­gen gege­ben. Dar­un­ter sind neben dem Bun­des­haus­halt für 2026, dem Ren­ten­pa­ket und der Wehr­dienst­re­form auch meh­re­re Geset­ze aus dem Steu­er- und Sozi­al­recht. Auch wenn nicht bei allen Geset­zen schon im Vor­feld klar war, ob die­se ohne Anru­fung des Ver­mitt­lungs­aus­schus­ses ver­ab­schie­det wer­den wür­den, hat der Bun­des­rat letzt­lich bei kei­nem der Steu­er­ge­set­ze ein Veto ein­ge­legt. Im Ein­zel­nen kön­nen nun die fol­gen­den Geset­ze und Rege­lun­gen wie geplant in Kraft tre­ten:

  • Steu­er­än­de­rungs­ge­setz 2025: Das vom Bun­des­tag um ver­schie­de­ne Punk­te ergänz­te Steu­er­än­de­rungs­ge­setz 2025 ist das größ­te Paket an steu­er­li­chen Ände­run­gen, das die­ses Jahr von den Par­la­men­ten beschlos­sen wur­de. Dar­in sind neben der Absen­kung der Umsatz­steu­er für die Gas­tro­no­mie und der Anhe­bung der Pend­ler­pau­scha­le auch Ver­bes­se­run­gen im steu­er­li­chen Gemein­nüt­zig­keits­recht und wei­te­re Maß­nah­men ent­hal­ten. Mehr zum Inhalt des Steu­er­än­de­rungs­ge­set­zes 2025 lesen Sie in der nächs­ten Aus­ga­be.

  • Aktiv­ren­te: Durch das Aktiv­ren­ten­ge­setz kön­nen Arbeit­neh­mer, die die Regel­al­ters­gren­ze in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung erreicht haben, ab 2026 bis zu 2.000 Euro monat­lich steu­er­frei ver­die­nen. Es fal­len ledig­lich die Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge an. Nicht betrof­fen von der Aktiv­ren­te sind gering­fü­gi­ge Beschäf­ti­gun­gen und der Lohn aus selbst­stän­di­ger Arbeit.

  • Agrar­die­sel: Im eben­falls ver­ab­schie­de­ten “Gesetz zur Auf­he­bung der Frei­zo­ne Cux­ha­ven und zur Ände­rung wei­te­rer Vor­schrif­ten” ist auch die Wie­der­ein­füh­rung der Steu­er­ent­las­tung für Agrar­die­sel ent­hal­ten, die sonst Ende 2025 aus­ge­lau­fen wäre.

  • Kfz-Steu­er für E-Autos: Auch das “Ach­te Gesetz zur Ände­rung des Kraft­fahr­zeug­steu­er­ge­set­zes” wur­de vom Bun­des­rat geneh­migt. Damit wird die Befrei­ung von der Kfz-Steu­er für Elek­tro­au­tos bis 2035 ver­län­gert.

  • Sach­be­zugs­wer­te: Mit der “Sech­zehn­ten Ver­ord­nung zur Ände­rung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­ent­gelt­ver­ord­nung” hat der Bun­des­rat der jähr­li­chen Anpas­sung der Sach­be­zugs­wer­te an die Preis­ent­wick­lung zuge­stimmt.

  • Min­dest­steu­er­ge­setz: Ende 2023 wur­de die glo­ba­le effek­ti­ve Min­dest­be­steue­rung ab 2024 umge­setzt. Mit dem “Gesetz zur Anpas­sung des Min­dest­steu­er­ge­set­zes und zur Umset­zung wei­te­rer Maß­nah­men” wer­den neue Ver­wal­tungs­leit­li­ni­en der OECD in deut­sches Recht umge­setzt.

Neben die­sen Geset­zen und Ver­ord­nun­gen stan­den noch wei­te­re Rege­lun­gen auf der Tages­ord­nung, die der Bun­des­rat eben­falls durch­ge­winkt hat. Dabei han­delt es sich aber in ers­ter Linie um Detail­an­pas­sun­gen ohne wesent­li­che prak­ti­sche Aus­wir­kun­gen. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se die “Sieb­te Ver­ord­nung zur Ände­rung steu­er­li­cher Ver­ord­nun­gen” oder die “Zwei­te Ver­ord­nung zur Ände­rung der Kas­sen­si­che­rungs­ver­ord­nung”.