Besteuerung der Kapitaleinkünfte seit 1994 verfassungsgemäß

Der Bundesfinanzhof sieht in der Besteuerung der Kapitaleinkünfte seit 1994 kein verfassungswidriges Erhebungsdefizit.

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat jetzt ent­schie­den, dass die Besteue­rung der Kapi­tal­ein­künf­te seit 1994 nicht ver­fas­sungs­wid­rig gewe­sen ist. Der Bun­des­fi­nanz­hof ist nicht der Auf­fas­sung, dass ein ver­fas­sungs­wid­ri­ges Erhe­bungs­de­fi­zit bestan­den hat, weil so vie­le Kapi­tal­an­le­ger ihre Ein­künf­te nicht ver­steu­ert hat­ten. Der Gesetz­ge­ber hat sich bei der Neu­re­ge­lung der Zins­be­steue­rung im Jahr 1993 im Rah­men sei­ner Gestal­tungs­frei­heit bewegt.

Der Bun­des­fi­nanz­hof weist dar­auf­hin, dass der Gesetz­ge­ber das Erhe­bungs­ver­fah­ren lau­fend ver­bes­sert hat, zum Bei­spiel durch die Jah­res­be­schei­ni­gun­gen der Kre­dit­in­sti­tu­te ab dem Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2004, den Kon­ten­ab­ruf ab April 2005 und durch das Inkraft­tre­ten der EU-Zins­richt­li­nie am 1. Juli 2005. Zudem war die Amnes­tie­re­ge­lung ein geeig­ne­ter Weg zu mehr Steu­er­ehr­lich­keit. Das letz­te Wort in die­ser Fra­ge kann aber trotz­dem das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt oder der Euro­päi­sche Gerichts­hof haben.