Länder erhöhen teilweise Grunderwerbsteuer

Von der neuen Möglichkeit, den Grunderwerbsteuersatz individuell festzulegen, machen einige Länder prompt Gebrauch.

Die Neu­auf­tei­lung der Kom­pe­ten­zen zwi­schen Bund und Län­dern durch die Föde­ra­lis­mus­re­form zieht bereits ers­te Fol­gen nach sich. Bis­her galt bei der Grund­er­werb­steu­er ein bun­des­weit ein­heit­li­cher Satz von 3,5%. Mit Inkraft­tre­ten der Grund­ge­setz­än­de­rung im Sep­tem­ber 2006 wur­de die Befug­nis zur Bestim­mung des Grund­er­werb­steu­er­sat­zes jedoch auf die ein­zel­nen Bun­des­län­der über­tra­gen, und so kön­nen die­se ab dem 1. Janu­ar 2007 selbst den Grund­er­werb­steu­er­satz bestim­men. Ber­lin — “plei­te, aber sexy” — hat umge­hend von die­ser Mög­lich­keit Gebrauch gemacht, um sei­ne lee­ren Kas­sen zu fül­len. Es ist lei­der zu erwar­ten, dass ande­re Bun­des­län­der die­sem Bei­spiel fol­gen wer­den.