Rückversetzung zerstört Vorsorgeplanung
Wenn eine als Altersvorsorge angeschaffte Immobilie wegen der Rückversetzung mit Verlust verkauft werden muss, dann ist der Verlust nicht als Werbungskosten abzugsfähig.
Ein Arbeitnehmer wurde von seinem Arbeitgeber an einen anderen Ort versetzt. Er kaufte sich dort ein Eigenheim als Vermögensanlage. Nach 2 Jahren erfolgte eine Rückversetzung an die alte Arbeitsstelle. Die Lebensplanung war damit über den Haufen geworfen. Der Arbeitnehmer musste sein Haus mit Verlust verkaufen. In seiner Einkommensteuererklärung machte er diesen Verlust als Werbungskosten geltend. Jedoch ohne Erfolg, der Bundesfinanzhof entschied, dass der Veräußerungsverlust einschließlich zwischenzeitlich angefallener Finanzierungskosten keine Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit sind.
Merke: Bei einer Versetzung sollte man am neuen Arbeitsort nicht sofort eine Immobilie kaufen. Man sollte zunächst abwarten, wie sich die Arbeit an dem neuen Ort entwickelt. Andernfalls muss man mit Verlusten rechnen, die man nicht steuerlich geltend machen kann.
Die neuesten 10 Top-News
Klicken Sie auf die einzelnen Beiträge um mehr zu erfahren:
- Berücksichtigung von Unterhaltsaufwendungen ab 2025
- Verlustrücktrag auch nach schädlichem Beteiligungserwerb möglich
- Wechsel zwischen Kleinunternehmerregelung und Regelbesteuerung
- Aktivrentengesetz in Vorbereitung
- Beiträge zu einer freiwilligen Pflegezusatzversicherung
- Stellungnahme der Länder zum Steueränderungsgesetz 2025
- Steuereinnahmen entwickeln sich positiv
- Ortsübliche Vermietungszeit einer Ferienwohnung
- Streubesitzdividenden einer Stiftung
- Steuerbefreiung für Familienheim greift auch bei Einlage in Ehegatten-GbR