Selbständige und Unternehmer

Die Fra­ge, ab wann die nach­träg­lich fäl­li­ge Steu­er zu ver­zin­sen ist, wenn ein Inves­ti­ti­ons­ab­zugs­be­trag weg­fällt, hat der Bun­des­fi­nanz­hof zu Guns­ten der Unter­neh­men beant­wor­tet.
Eini­ge Urtei­le des Bun­des­fi­nanz­hofs zur Über­tra­gung von Mit­un­ter­neh­mer­an­tei­len und von Wirt­schafts­gü­tern des Betriebs­ver­mö­gens will die Finanz­ver­wal­tung zumin­dest vor­läu­fig nicht anwen­den.
Mit einem neu­en Mus­ter­ver­fah­ren geht der Kampf um die Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit des Soli­da­ri­täts­zu­schlags in die nächs­te Run­de.
Das Finanz­ge­richt Köln legt die Gewinn­gren­ze beim Inves­ti­ti­ons­ab­zugs­be­trag groß­zü­gig aus und zählt zumin­dest die Auf­lö­sung einer frü­he­ren Anps­arab­schrei­bung nicht als Betriebs­ein­nah­me.
Wie­der ein­mal ist die Kla­ge gegen eine Bet­ten­steu­er ohne Erfolg geblie­ben — in die­sem Fall in Ham­burg.
Nach meh­re­ren Anläu­fen ist das Jah­res­steu­er­ge­setz 2013 mit zahl­rei­chen Ände­run­gen im Steu­er­recht jetzt als Amts­hil­fe­richt­li­nie-Umset­zungs­ge­setz in Kraft getre­ten.
Neben der Ver­ein­fa­chung des Reis­kos­ten­rechts setzt das ent­spre­chen­de Ände­rungs­ge­setz auch eine Mini-Unter­neh­men­steu­er­re­form um.
Mit dem kom­men­den Jah­res­wech­sel wird das steu­er­li­che Rei­se­kos­ten­recht in eini­gen Punk­ten ver­ein­facht und an die Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ange­passt.
Die Vor­ga­be, dass in die Her­stel­lungs­kos­ten eines Wirt­schafts­guts auch die antei­li­gen Gemein­kos­ten ein­zu­be­zie­hen sind, hat die Finanz­ver­wal­tung vor­erst wie­der rück­wir­kend auf­ge­ho­ben.
Mit einer Rei­he von Rege­lun­gen für Inkas­so, Abmah­nun­gen und Wer­be- sowie Wett­be­wers­ver­stö­ße sol­len unse­riö­se Geschäfts­prak­ti­ken ein­ge­dämmt wer­den.