Zinsbesteuerung in der EU

Ab 2005 ist eine europaweit einheitliche Besteuerung von Zinsen und ein grenzübergreifendes Auskunftsverfahren vorgesehen.

Die geplan­te Abgel­tungs­steu­er auf Zin­sen wird nicht vor dem Jah­re 2005 kom­men. Die Höhe des Steu­er­sat­zes wird nicht genannt. In dem zur Zeit auf Eis lie­gen­den Geset­zes­ent­wurf ist ein Satz von 25 Pro­zent vor­ge­se­hen. Ab 2005 soll auch das euro­pa­wei­te Aus­kunfts­ver­fah­ren ein­ge­führt wer­den. Die­ses gilt zunächst für 12 EU-Län­der. Bel­gi­en, Öster­reich und Luxem­burg wer­den sich nicht an dem Aus­kunfts­ver­fah­ren betei­li­gen und wei­ter­hin das Bank­ge­heim­nis wah­ren.

Die­se Län­der wer­den ab 2005 eine Quel­len­steu­er von 15 Pro­zent erhe­ben, die 2008 auf 20 Pro­zent und ab 2011 auf 35 Pro­zent steigt. Die Schweiz und Liech­ten­stein wol­len ent­spre­chen­de Ver­ein­ba­run­gen mit der EU tref­fen und eben­falls eine Kapi­tal­ertrag­steu­er erhe­ben, die zu 75 % in die EU-Kas­sen flie­ßen soll. Den Rest wer­den die Schwei­zer behal­ten.

Wei­ter­hin ist vor­ge­se­hen, dass die Quel­len­steu­ern auf Zah­lun­gen von Divi­den­den, Zin­sen und Lizenz­ge­büh­ren unter ver­bun­de­nen Unter­neh­men im Ver­hält­nis der Schweiz zur EU abge­schafft wer­den. Zudem wird die Schweiz mit den EU-Mit­glied­staa­ten in bila­te­ra­len Dop­pel­be­steue­rungs­ab­kom­men die Amts­hil­fe bei Steu­er­be­trug regeln.